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Inhalt
- Tendoryu zwischen Tokyo & München
- Befreundete Dojo
- Aikido &c allgemein
- Literatur
- Weitere Abwege
- Eigene Dokumente im PDFormat
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Tendoryu zwischen Tokyo & München
-
Tendokan Tokyo – Shimizu Sensei in Japan.
Kurze Budo-Biographie:
10 Jahre Judo (4. Dan), anschließend 6 Jahre (1963–69) „innerer
Schüler“ von Ueshiba Sensei, des Begründers des Aikido. Nach dessen Tod
gründete er eine eigene Schule in Tokyo. 1987 wurde ihm der 8. Dan vom
Internationalen Budoin-Institut verliehen.
-
IMAF – International Martial Arts Federation;
Kokusai Budoin.
-
TAD – Tendoryu-Aikido-Verband Deutschland e.V.
-
FAB – Fachverband für Aikido in Bayern, mit
Sektion Tendoryu.
Befreundete Dojo
In und um München.
Aikido &c allgemein
-
Wikipedia
– Portale
Japan ·
Budo
– Kategorien
Kampfkunst ·
Aikido
– Artikel
Tendoryu ·
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Hakama ·
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Tanto ·
·
·
-
Aikido.de – Die unabhängige und gutsortierte Seite mit allen
Themen und Links
(
),
die hier nicht nochmal stehen müssen.
-
AikidoFAQ.com – “Frequently Asked Questions”,
und ein sehr umfangreiches japanisch-englisch Dictionary
(
).
-
AikidoJournal.com – von Stanley Pranin,
und die Online-Version seiner “[The] Encyclopedia of Aikido”
(
).
-
Tenshukaku – Der Burgturm oder Burgfried einer japanischen
Festung. In Friedenszeiten Zeichen der Macht und des Reichtums
eines Daimyo – im Krieg Beobachtungsturm, letzter
Zufluchtsort und bestgesicherte Bastion einer
Wehranlage. Koryu Bujutsu und die kriegerischen
Traditionen Japans. Homepage für Samurai-Kultur. Mit sehr
lesenswerten
Artikeln!
-
“Aikido Primer” – Eine Aikido-Einführung von Eric Sotnak.
Literatur
Eine Literatur-Liste Aikido (mehrheitlich die üblichen „Bilderbücher“)
findet sich unter den
PDF. Die hier gelisteten
Bücher sind etwas abwegiger, aber dafür aufklärender.
- Ruth Benedict (1887–1948):
-
Chrysantheme und Schwert.
Formen der japanischen Kultur,
am. Orig. The Chrysanthemum and the Sword. Patterns of Japanese Culture. NY 1946,
Frankfurt am Main : Suhrkamp Verlag ¹2006, dt. Erstausgabe. (edition suhrkamp 2014; 281 Seiten)
ISBN 978-3-518-12014-9.
Für seine Zeit ein Standardwerk, heute ein Klassiker der Kultur- und Sozial-Anthropologie.
Und schon 60 Jahre später die erste deutsche Übersetzung und Ausgabe.
Ein Essay bei JPRI
Chrysanthemum’s Strange Life: Ruth Benedict in Postwar Japan
beschreibt die Wirkungsgeschichte des Buches.
- Frank Böckelmann:
-
Japaner sehen Europäer.
S. 35–133 in id.:
Die Gelben, die Schwarzen, die Weißen.
Frankfurt am Main : Eichborn Verlag 1998. (456 Seiten)
ISBN 3-8218-4159-1, „Die Andere Bibliothek“ Bd. 159.
Einer der besten Essays über interkulturelle Begegnung, Wahrnehmung
und das Erleben von Fremdheit. Teilweise sehr reflektiert.
- Wolfgang Schwentker:
-
Die Samurai.
München : Verlag C.H.Beck 2003. (123 Seiten)
ISBN 3-406-47988-x, Beck’sche Reihe „Wissen“ 2188.
Kein Bilderbuch der Waffen und Rüstungen, keine „Kampftechniken“,
sondern Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte eines Kriegerstandes.
- Brian (Daizen) A. Victoria:
-
Zen, Nationalismus und Krieg.
Eine unheimliche Allianz,
engl. Orig. Zen At War 1997, dt. Ausgabe um zwei Kapitel erweitert,
Berlin : Theseus Verlag 1999. (400 Seiten)
ISBN 3-89620-132-8.
Eines der ganz wenigen Bücher jenseits esoterischer
und historischer Verklärung des Zen-Themas.
- Oskar Weggel:
-
Die Asiaten.
Gesellschaftsordnungen, Wirtschaftssysteme, Denkformen,
Glaubensweisen, Alltagsleben, Verhaltensstile.
München : Beck 1989, dtv 1994. (362 Seiten)
ISBN 3-423-04629-5.
Trotz des pauschalen Titels und Dank vieler Details ein
Einblick in die sehr große Spannbreite und Tiefe der Fremdartigkeit.
- Reinhard Zöllner:
-
Geschichte Japans.
Von 1800 bis zur Gegenwart.
Paderborn : Verlag Ferdinand Schöningh 2006, UTB 2683. (457 Seiten)
ISBN 987-3-8252-2683-1.
Besonders der Zeitraum 1853–1952 [Ankunft der amerikanischen „Schwarzen Schiffe“ zur Öffnung Japans bis zum amerikanisch-japanischen Friedensvertrag nach dem Zweiten Weltkrieg; pp.140–399]
ist harter Geschichts-Stoff für Kampfkünstler. Hinter der Buch-Historie scheint auf, wie Samurai-Stand und -Geist am Wandel Japans mitwirkten, sich selbst abschafften, und als
Samurai-Romantik und Bushido-Ideologie neu erfanden. Was heute „geistige Grundlage“ des Budo sein soll,
ist weder was es historisch war, noch ist es unbeschadet in der Gegenwart angekommen. Es entstammt einem Bedürfnis nach „erfundenen Traditionen“, sekundiert durch westliche Interpreten, und hat(te) gesellschaftlich-politische Funktionen.
- Frederic De Garis, Atsuharu Sakai:
-
We Japanese.
Being Descriptions of Many of the Customs, Manners, Ceremonies, Festivals,
Arts and Crafts of the Japanese, Besides Numerous Other Subjects. With a few
exeptions each subject is complete on one page. Dedicated to all Past,
Present and Future Visitors to Japan. [Book I–III in one vol.].
Yokohama: Yamagata Press, [1934–1949, ²1950].
Ed. by Fujiya Hotel Ltd., Miyanoshita, Hakone, Japan.
Book II and III written by Atsuharu Sakai for H. S. Yamaguchi.
Nur noch antiquarisch zu bekommen. Farbiger Einband mit Goldprägung;
als japanisches Blockbuch gebunden und auf Dünndruckpapier bedruckt.
20 n.n. + 591 Seiten, 889 Illustrationen, 8° (Oktav), ca 21×15 cm (~A5).
“We Japanese”:
Book I was first printed in 1934, when it was written for H.S.K. Yamaguchi,
Managing Director of the Fujiya Hotel. Over many years, the hotel’s guests
had asked Mr. Yamaguchi questions about the various Japanese customs, festivals
and daily life – including history, art, religion and tradition. These
questions were compiled in book form so that guests might keep them handy for
reference and also to provide an ideal souvenir of their stay in Japan.
“We Japanese” Volumes I and II, which were well received by foreign
tourists who visited Japan in the prewar days, describes customs and popular
practices. Volume III is given more to the spiritual and mental phases of the
Japanese, as well as more historical aspects of the nation. This is a wonderful
and extensive reference book on all things Japanese.
- Noel Perrin:
-
Keine Feuerwaffen mehr.
Japans Weg zurück zum Schwert von 1543 bis 1879.
Frankfurt am Main : Athenäum Verlag 1982/89. (113 Seiten)
Engl. Orig. Giving Up the Gun. Japan’s Reversion to the Sword, 1543–1879. (1979)
Neue Zürcher Zeitung
Das historische Buch
Die Fabel vom Schwert
Eine etwas andere Geschichte der Feuerwaffen in Japan
Geschichte heisst Geschichten erzählen. Deshalb
ist es instruktiv, Geschichten in Abständen
wieder zu lesen. Die Perspektive des
Geschichtenerzählers tritt dann deutlicher zutage. Vor
beinahe zwanzig Jahren machte sich Noel Perrin
daran, die Geschichte der Verbreitung der
Feuerwaffen in Japan zu erzählen. 1979 erschien
sein Buch «Keine Feuerwaffen mehr», dem er
den Untertitel «Japans Rückkehr zum Schwert
1543–1879» gab. 1982 erschien eine deutsche
Übersetzung. In diesem Jahr wurde sie zum
zweitenmal verlegt.
Im Untertitel ist Perrins Geschichte
zusammengefasst. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts
brachten portugiesische Seefahrer zum erstenmal
Gewehre nach Japan. Ihre Zweckmässigkeit
wurde dort schnell erkannt. Waffenschmiede
bauten sie nach, und nach kurzer Zeit tauchten sie
in grosser Zahl auf den Schlachtfeldern auf. «Im
späten 16. Jahrhundert waren Gewehre in
Japan fast mit Sicherheit gebräuchlicher als in
jedem anderen Land der Welt.»
Dann aber nahm die Geschichte einen unerwarteten
Verlauf. Japan schloss sich von der Welt
ab. Die Japaner verloren die Lust an den
Schiessprügeln. Die Waffenindustrie geriet in Not. Mit
einem Wort, es geschah etwas, was eigentlich in
der Geschichte nicht vorgesehen ist, das Rad
des Fortschritts wurde zurückgedreht. Erst Mitte
des 19. Jahrhunderts, als amerikanische
Kanonenboote die Japaner dazu zwangen, wieder am
Weltgeschehen Anteil zu nehmen,
nahmen sie auch wieder das Gewehr zur Hand und
lernten recht schnell, es seinem Zweck
zuzuführen.
Um Japans zeitweilige Abkehr von den Feuerwaffen
zu erklären, spricht unser Autor von der
Ästhetisierung des Schwerts und seiner grossen
symbolischen Bedeutung in Japan; von der
Ablehnung alles Fremden; und davon, dass
Feuerwaffen das soziale Gleichgewicht der
Feudalordnung störten: «Dass ein Bauer mit einem
Gewehr ohne weiteres den besten Samurai
töten konnte, war für jedermann ein grosses
Ärgernis.» Ob Perrin dazu wohl auch die Bauern
befragt hat? Wir wissen es nicht, aber das ist
seine Geschichte: Die Japaner legten die
Feuerwaffen wieder ab, weil es sich mit dem
Schwert so viel schöner tötet und stirbt.
Eine schöne Geschichte, fürwahr. Aber wie wahr ist
sie? Man könnte dieselbe Geschichte auch
anders erzählen, zum Beispiel so:
Nach langen Bürgerkriegen gelang Anfang des 17.
Jahrhunderts die Reichseinung. Tokugawa
Ieyasu errichtete ein absolutistisches Regime, das
die nach ihm benannte Tokugawa-Dynastie
zweieinhalb Jahrhunderte aufrechterhielt. Die
strikte Monopolisierung des Handels und der
Herstellung von Feuerwaffen war ein wichtiges
Instrument der Machterhaltung. In dem gut
funktionierenden Polizeistaat, der Japan unter den
Tokugawa war, verfügte allein die
Militärregierung über Feuerwaffen. Ihre
Verbreitung verringerte sie im eigenen Interesse. Auch
die eigenen Arsenale konnten reduziert werden,
denn die Treue der in die Provinz gesandten
Vasallen sicherte sich die Zentralregierung
durch Geiselnahme ihrer Familien in der Hauptstadt.
Erst als Japan von aussen mit Feuerwaffen
bedroht wurde, konnte dieses System nicht mehr
funktionieren.
Etwas prosaischer ist diese Variante der
Geschichte als die von Perrin erzählte. Bleibt die
Frage, was ihn dazu bewog, sie so zu erzählen, wie
er es tat. Die Antwort ist – Sehnsucht und
Überdruss. Wie verlockend nimmt sich der
Entschluss zur Aufgabe von Vernichtungsmitteln aus
ästhetischen Gründen in einer Welt aus, die im
Zeichen des Gleichgewichts des Schreckens
steht! Könnten Menschen nicht auf Atomwaffen
verzichten? Zudem, Perrin gehört zu der durch
den Vietnamkrieg traumatisierten Generation
amerikanischer Akademiker. Wäre es nicht
wunderbar, wenn wir vom Napalm zum Bowie-Messer
zurückkehren könnten?!
Perrins Geschichte der Feuerwaffen in Japan ist
eine Fabel, ein Lehrstück, wenn man es
freundlich sagen will. Sie reflektiert die
historische Wahrheit, die in der Post-Vietnam-Epoche
des kalten Krieges vielen attraktiv erschien.
Florian Coulmas
Weitere Abwege
-
Enighet/Gisela –
Eine künstlerische Darstellung des Aikido. Selten, wie ich meine.
-
Stefan Stenudd –
Homepage eines schwedischen Aikido-Meisters mit umfangreichem Material. Bemerkens- und lesenswert: sein Buch „Aikido – die friedliche Kampfkunst“ auf deutsch im PDFormat (ca 3,8 MB; 172 Seiten).
-
Truefork: The Dragon Preservation Society –
Europäische Ursprünge des Aikido ???
„Vollständiges Ring-Buch“ von Johann Georg Paschen (1659),
„Klare Onderrichtinge der Voortreffelijcke Worstel-Konst“ von Nicolaes Petter (1674).
Eigene Dokumente im PDFormat
Im Laufe der Zeit sind einige „Werke“ entstanden, und es gibt
keinen Grund, sie nicht zur Verfügung zu stellen. Die
ZIP-Archive – zum leichteren Download – enthalten die je folgende Datei im
“Portable Document Format”.
-
akd-Flow.zip|.pdf (Text, ca 40 KB, A5)
Was ist dieses mysteriöse „Fließen“, von dem im Aikido ständig die
Rede ist? Der esoterische Rest hinter den einfach „fließenden Bewegungen“ verträgt
noch etwas Abklärung. Dafür die „Elemente des flow-Erlebnisses“,
ein Konzept von Mihaly Csikszentmihalyi, u.a. aus der Motivations-Psychologie. Der Text ist
schlicht eine Abschrift der wichtigsten Passagen. Da Aikido nicht erwähnt wird, den
Transfer bitte selbst leisten.
-
AikidoA4.zip|.pdf (Aushang/Text, ca 38 KB)
Ein Teil des Textes der Aikido-Seite auf eine A4-Seite zusammengepresst und
anders gestaltet, als Aushang gedacht. „Werbung.“
-
AikidoMU.zip|.pdf (Aushang/Bild, ca 64 KB)
Wer liest schon? Noch ein Aushang, nur mit dem allernötigsten Text,
dafür mit Bild.
-
akd-Card.zip|.pdf (Kärtchen, ca 45 KB)
Vier Seiten mit je zehn „Dojo-Visitenkarten“ mit Trainingsort
und -zeiten für die Brieftasche. Einmal mit und einmal ohne Hilfslinien
– selbst ausschneiden, oder auf vorgeschnittene Bogen drucken
(Format A4 mit 10 × 89 mm × 51 mm und 10 × 85 mm × 54 mm;
theoretisch, denn irgendwas von TeX über PDF zum Printer vermurkst
bei mir die Maße, die ohne Konversion richtig sind).
-
akd-BLst.zip|.pdf (Buchliste, ca 48 KB)
Eine unvollständige, unkommentierte und unsortierte Liste mit
Büchern zum Thema Aikido &c. Aber immerhin.
-
akd-TTab.zip|.pdf (Tabelle leer, ca 15 KB)
Eine Tabelle der Aikido-Techniken und Angriffe in allen (unmöglichen)
Kombinationen auf einer Seite. Sie war dazu gedacht, schnell einen
Trainingsplan zu entwerfen oder Lehrgangstechniken leichter aufzuzeichnen
und zu erinnern. Vielleicht kann ja doch jemand etwas damit anfangen.
-
akd-Shim.zip|.pdf (Tabelle Shimizu, ca 17 KB)
Eine ungeplante spätere Anwendung: Seitenzahlen aus dem Buch “The
Heavenly Road” von Shimizu Kenji machen sie zu einer Finde- und
Überblicks-Tabelle vieler Tendo-Ryu-Techniken.
copyleft &c
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